Traditionen, erhalten oder brechen?

Ich mag Traditionen. Dinge die sich als Konstante im Leben erweisen.
Das können Kleinigkeiten sein, Nichtigkeiten, oder auch wichtigere, größere Dinge.

Der Heiligabend hat bei uns einen geregelten und festen Ablauf. Nein, nicht der ganze Tag, aber die Zeit vor der Bescherung und den weiteren Abend.

Ja, es war eine kleine Tradition, dass die Beste mit den Kindern in den Weihnachtsgottesdienst ging und ich in der doch knappen Zeit dem Christkind beim Weihnachtsbaum aufstellen geholfen habe.

(Bei uns hilft schon immer das Christkind beim Baum schmücken und der Weihnachtsmann bringt die Geschenke)

So wurde der Baum in einer knappen Stunde aufgestellt, geschmückt und anschließend mit dem Weihnachtsmann die Weihnachtspräsente darunter verteilt, die Milch und die Kekse für den Weihnachtsmann standen natürlich auch vorher schon parat und zum Abschluss habe ich mich noch ein wenig festlich angezogen.
Fragt nicht, aber ich habe das die letzten Jahre immer wieder in dem kurzen Zeitfenster geschafft. Diese Tradition habe ich von meinem Vater übernommen, der, als ich noch Kind war, immer das Wohnzimmer und den Baum vorbereitet hat. Einzige Abwandlung, zu meiner Kindheit war das Wohnzimmer den ganzen Tag über verschlossen und tabu für mich. Diese Option ist hier, dank Katzen und zwei Kids, die, wie wir das Wohnzimmer als Hauptwohnraum nutzen, nicht möglich.

Schon im letzten Jahr fragte unser Großer, ob er nicht auch mal den Baum schmücken könnte und es ergab sich diese kleine Zwickmühle. An der kleinen Tradition festhalten, oder mit ihr brechen.

Wir haben uns dieses Jahr für die Aufgabe der Tradition entschlossen. Und ja, es war die richtige Entscheidung. Der Baum steht bereits einen Tag vor Heiligabend fertig geschmückt im Wohnzimmer und den Kindern hat es gefallen. Mitbestimmen beim schmücken und mithelfen. Zumindest dem Großen hat es gefallen, der Kleine fiel dieses Jahr, krankheitsbedingt, aus.

Habe ich dadurch etwas verloren? Nein, eher etwas gewonnen. Der freudige Glanz in den Augen, wenn der Baum fertig geschmückt ist und das erste Mal im vollen Glanz erstrahlt, ist genauso vorhanden, wie am Heiligabend. Es kann also morgen noch entspannter im Ablauf werden, dafür habe ich mir eine neue Challenge erdacht. Geschenke einpacken und unter den Baum legen, in der Zeit, in der die Beste mit den Jungs im Gottesdienst ist. Hat sich zufällig so ergeben, aber ich denke das werde ich auch meistern.

Welche Traditionen wir noch so um die Weihnachtstage pflegen?

Der Weihnachtsbaum wird von den Kindern (bisher nur vom Großen) ausgesucht und wenn Schnee liegt zu Fuß und mit dem Schlitten geholt. Alternativ geht bei Regen oder Trockenheit auch der Wagen.

Heiligabend gehört nur uns Vieren. Erst am ersten Weihnachtsfeiertag kommt die gesamte Familie zu Besuch.

Zu Essen gibt es Heiligabend Bockwurst mit Kartoffelsalat und am ersten Weihnachtsfeiertag mit der Familie Braunkohl mit Pinkel. BTW Den Braunkohl gibt es schon seit weit über vierzig Jahren in meiner Familie Weihnachten zu essen.
Seit wir in Wunstorf leben, lassen wir uns den Baunkohl beim Schlachter unseres Vertrauens vorbereiten und müssen diesen nur noch aufwärmen. Spart Zeit und Platz in der Küche 🙂

Der zweite Weihnachtsfeiertag gehört wieder uns Vieren und wir gehen meist Mittags spazieren.

Klingt eigentlich alles Recht entspannt und so soll es die Tage ja auch sein.

In diesem Sinne, habt ruhige und entspannte Tage.

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