Das wahre Leben Teil 5 und Epilog

Das ich müde war, kann man sich denken, dass ich nicht tief geschlafen hatte auch.

Tja, so erreichte mich um 1:08 Uhr der Anruf der Liebsten, dass ich mich auf den Weg machen könnte, es gehe wohl nun los.

Okay, Klamotten angezogen, leise aus dem Zimmer, in dem ich mit dem Junior schlief, kurz meine Schwiegereltern informiert und los. Das Krankenhaus ist in ca. 13 Minuten mit dem Auto zu erreichen und ich bin dort um 1:32 Uhr angekommen, kein schlechter Schnitt oder?

Tja, nur nicht schnell genug für unseren Kleinen. Da sich seine gesamte Geburt mit echten Presswehen auf 6 Minuten beschränkte, hatte ich keine Chance. Als ich im Kreissaal angekommen war, lag er bereits in den Armen der Frau Nike und schlummerte friedlich.

Viel Zeit hatten wir dann nicht mehr zusammen, denn Felix kam zur Beobachtung auf die Säuglingsintensiv und wir blieben glücklich und müde zurück.
Die Liebste wurde anschließend noch unter Narkose gesetzt „um das Haus besenrein“ zu hinterlassen (Eltern, speziell die Mütter werden wissen was ich meine) und um 3 Uhr sagte man mir, dass mit meiner Frau alles okay sei. Da sie aber jetzt schlafen würde, könnte ich eh nichts mehr machen und sollte mal lieber nach Haus fahren.
Ich könnte natürlich vorher nochmal zu unseren Sohn und das machte ich auch.

So saß ich also 15 Minuten bei unserem Kleinen an seinem Bettchen, hielt seine Hand, streichelte ihm über das Gesicht und genoss diesen stillen Moment zu zweit. Süß, wie er so da lag, nur mit einem Handtuch zugedeckt unter der Wärmelampe. Kein Brutkasten oder so, nur ein „normales“ Intensivstationbettchen. Erst jetzt wurde mir bewusst, wie „klein“ er tatsächlich noch ist, wobei leicht es besser trifft…

Um 3:22 Uhr fuhr ich wieder vom Parkplatz, zurück nach Haus, berichtete meinen Schwiegereltern, legte mich anschließend schlafen, um am Morgen (nach dem Wecker klingeln für den KiGa) dem Junior berichten zu können, dass er nun ein „großer“ Bruder sei. Ziemlich stolz ging es den Tag auch vor die Tür.

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So trug es sich also zu, dass die Familie 5mal5 innerhalb von zwei Tagen ihr komplettes Leben umgekrempelt hat. Ich sehe uns später schon auf der Terasse sitzen und an diese turbolenten Tage zurückdenken 🙂

Haus gekauft und nicht mal zwölf Stunden später den zweiten Sohn geboren, ganz schön viel auf einmal, oder?

Und genau aus diesem Grund gab es diesen 5-Teiler.

Nicht nur für euch, auch für mich/uns, um einfach alles irgendwie festhalten zu können, greifbarer zu machen.

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5 Gedanken zu “Das wahre Leben Teil 5 und Epilog

  1. Ok Du warst schnell aber Dein Sohn und Deine Frau waren schneller!
    Vielen Lieben Dank für das Teilhaben lassen, sehr schön!
    Ich wünsche Euch für die Zukunft einen schönes Leben zu 4 und einen guten Einzug ins neue Heim 🙂

  2. Wow, was ein Bericht. Das hast Du toll zusammen geschrieben und ihr werdet sicher später froh sei, dass ihr das alles nun auch schriftlich habt, um Euch an diese verrückten zwei Tage zu erinnern!

    Schade, dass Du nicht rechzeitig angekommen bist, aber Deine Frau war ja sooo schnell. Wahnsinn!

    Ich wünsche Euch auf diesem Weg noch einmal alles Gute!! 🙂

    Liebe Grüße

    Aly

  3. Auch nochmal an dieser Stelle herzlichen Glückwunsch und auch Danke für den schnellen „Newsletter“ per sms! Ich wünsch euch das Beste für die Zukunft und freue mich, dass alles geklappt hat und ihr einen neuen, wunderschönen Abschnitt in eurem Leben beginnen könnt!

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