Das wahre Leben Teil 2

Plötzlich stand mein Urlaub vor der Tür. Zwei Wochen. Ein letztes Mal zu Dritt Zeit füreinander haben. Zeit für Finn, Ausflüge, Spaß und ein wenig mehr Ruhe für die werdenden Mutter… dachten wir.

Meine zwei Urlaubswochen fielen in diese unglaubliche Hitzeperiode des diesjährigen Sommers und so fielen längere Ausflüge nichts direkt ins Wasser, aber der Hitze zum Opfer. Zum einen bringen Ausflüge in Freizeitparks bei gefühlten 45 Grad niemandem etwas und auch die Frau Nike muss mit Bauch nicht die ganze Zeit bei den Temperaturen unterwegs sein.
Was blieb, waren Besuche der Badeinsel in Steinhude, Besuche bei meinen Schwiegereltern, als es ein wenig „milder“ war der Zoo, eine Bootsfahrt auf dem Steinhuder Meer, das Schützenfest und sonst kalt duschen und viel viel Eis essen.

Die zwei Wochen verglühten wie im Flug und schon saß ich wieder im Büro. Wenigstens hatten wir noch ein letztes Mal unsere Zeit zu Dritt genossen und ich denke auch für Finn waren es tolle zwei Wochen.
Ich muss irgendwann mal die Bilder nachliefern, aber nicht mehr heute.

Doch etwas tat sich doch noch in der Zeit meines Urlaubs und zwar auf dem Immobilienmarkt. Drei Häuser die nicht unterschiedlicher sein konnten, davon ein Objekt, welches wir schon Anfang des Jahres einmal im Blick hatten. Zu dem damaligen Zeitpunkt aber weit über unserem Limit. Ich hatte da zwar mal angerufen und erfahren, dass es sich um ein „Scheidungsobjekt“ handelt, doch auf eine Besichtigung hatten wir verzichtet, nicht das es uns nachher noch gefällt…

Die beiden anderen Objekte waren im Nachbarort (ihr seht, mit der Zeit geht man Kompromisse ein), eines können wir aus unserem jetzigen Schlafzimmerfenster in der Ferne sehen, ein weiteres mehr im Ortskern, direkt an einem tollen See mit kleinem Park. ABER…

Das Haus am See, war erneut ein Reihenmittelhaus und machte einen guten Eindruck, doch der Garten war eher…. ich umschreibe es mal mit klein, aber einer Besichtigung hätte erstmal nichts im Wege gestanden.
Das Haus in Sichtweite dagegen viel direkt durch. Zwar ein Reihenendhaus mit großen Grundstück, dieses dafür aber trotzdem klein und ich sage es mal nett, das Haus war nicht gerade in Schuss gehalten.
Besichtigung… Never.

So blieb also noch das „Scheidungsobjekt“.
Eine Doppelhaushälfte, der Preis passte mittlerweile „fast“ und die Lage war aus unseren Augen einfach unglaublich ideal. Luftlinie 500 Meter entfernt, verkehrsberuhigte Zone, Carport und zusätzlicher Stellplatz vor dem Haus. Kleiner Vorgarten mit Terasse und großer Garten mit Terasse hinter dem Haus. Fassade bereits wärmeisoliert, Dachgeschoss ausgebaut und isoliert. Ein Haus mit Geschichte, sprich nicht das jüngste, aber sehr gut in Schuss.
So machten wir einen Termin für die Besichtigung aus und was soll ich sagen, es passte. Wohn- und Esszimmer im Erdgeschoss, Küche mit Zugang zur Terasse und dem Garten, ein Gäste-WC. Zwei tolle zukünftige Kinderzimmer in der ersten Etage, die mit einem tollen Extra aufwarten können. Die Zimmer haben Einbauschränke und auch im Flur ist ein weiterer Einbauschrank zu finden. Bad, Arbeitszimmer mit Aufgang zum Dachgeschoss (der aber noch entschärft werden müsste, denn die derzeitige Raumspartreppe ist nichts für Kinder). Unter dem Dach würden wir unser Schlafzimmer unterbringen und den verbleibenden Platz noch neu gestalten können.
Der Garten hat neben einem Gerätehaus noch eine „Partybude“ mit eingebautem Kamingrill, das selbst Familenfeiern nichts ins „Wasser“ fallen müssen. Trotz dieser beiden Bauten ist noch reichlich Platz zum spielen, toben, einem Sandkasten, einer Schaukel oder vielleicht sogar einem Holzhaus. Wer weiß.

Mit diesen positiven Eindrücken verließen wir mit dem Makler das Haus und uns war klar, es geht nur noch um den Preis. Wir gaben unser Angebot ab und siehe da, am nächsten Tag erhielt ich die Rückmeldung, dass der Verkäufer unsere unterste Preisgrenze akzeptiert hat. Wenn ich ehrlich bin, ich hätte das nicht für möglich gehalten.
So warfen wir also wieder diese Maschinerie in Betrieb. Die Darlehensverträge der Bank wurden schnellstens (auch in Hinblick auf die baldige Ankunft unseres zweiten Kindes) unterschrieben. Unser Notar hatte mir schon den Vertragsentwurf zukommen lassen und eh wir uns versahen, stand der Termin für die Beurkundung.

Der 05. August 2010…. na? Klingelt es bei euch? Fortsetzung folgt…

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2 Gedanken zu “Das wahre Leben Teil 2

  1. Na immerhin habt ihr ne Auswahl wir suchen aktuell auch aber finden tun wir nix. Das ist noch schlimmer als wir damals ein Haus zum Mieten suchten. Aber… noch sind wir an dem Punkt wo wir keine Kompromisse eingehen, von daher haben wir wohl noch etwas Zeit 🙂
    Und zum 5.8. ich glaube Euer Felix möchte vorher sein neues Kinderzimmer absegnen bevor ihr irgendetwas unterschreibt 🙂

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