Schlechtester Mückenjäger

Dieses kleine Mistvieh von Mücke wollte es die letzte Nacht aber wissen.
Kaum lagen wir im Bett, umschwirrte sie mein Gesicht und mein Ohr. Ihr kennt dieses Geräusch, also Licht an und geschaut, gesucht und was soll ich sagen? … Nichts zu sehen.

Okay, denke ich, ein Profi also, eine von diesen in Camps ausgebildeten Blutsaugern, die alle Tricks kennen.
Die moderne Mücke von heute setzt sich nicht mehr an die Wand oder die Decke, Nein, auch Licht lockt sie nicht hervor. Perfekt getarnt sitzt sie im Irgendwo und macht sich wahrscheinlich über uns lustig. Denkt dabei an die coole Zeit mit den Freundinnen im Ausbildungslager zurück und wartet ab.

Was blieb uns also übrig, als wieder das Licht aus zu machen und weiter zu schlafen, zumindest wollten wir es versuchen.
Unmittelbar nach dem Befehl „Licht aus“ hat sie sich an meinem Arm und meiner Hand bedient. Geräuschlos, unsichtbar und mit einem Lächeln im Gesicht!
Naja, egal, Hauptsache der Lütte zwischen uns bleibt verschont, denn den haben ihre Freundinnen in den Nächten zuvor schon genug gepisakt. Doch glaubt mir, sie haben dafür den gerechten Preis gezahlt. Merke: Verlasse nie dein Versteck und fühle dich zu sicher.
Doch diese Mücke hier war anders, ganz anders….

Irgendwann in der Nacht hatte die Beste Erfolg zu vermelden und berichtete von Ohren- und (nachdem das Licht wieder an war) Augenkontakt zum Feind. Ich sah erstmal nichts, dann schemenhaft mein näheres Umfeld und gefühlte Minuten später auch SIE!

Da saß sie nun, vollgesogen und offensichtlich ihrer Sache sehr sicher an der Trinkflasche unseres Sohnes am Kopfende des Bettes. Okay! Wach werden, irgendwas zum erschlagen suchen und abwegen, wie man sie am besten erlegt, ohne a) den Kleinen zu wecken und b) nicht die Trinkflasche im hohen Bogen durchs Schlafzimmer zu katapuliteren.

Mein Plan? Bewaffnet mit einem Paar zusammengelegter Socken wollte ich nach der Trinkflasche greifen und sie mit eben diesem Paar möglichst lautlos erlegen. Hey, nicht lachen, es war mitten in der Nacht, ich war grad wach geworden und von meinem Plan mehr als überzeugt!

Und wie lief es in der Realität ab? Bewaffnet mit einem Paar zusammengelegter Socken griff ich nach der Trinkflasche und… das Mistvieh ließ sich einfach fallen, drehte sich im Fallen in eine optimale Flugposition und flog in unmittelbarer Nähe der Bettdecken zu einem mir bisher nie aufgefallenen Stargate, um binnen eines Bruchteils einer Sekunde auf nimmer Wiedersehen dadurch zu verschwinden.

Ihr Ausbilder kann stolz auf sie sein, alles richtig gemacht. Glückwunsch! Blut für die Brut besorgt und einem ziemlich dämlich guckenden Menschen zurück gelassen. Meine halbherzigen Versuche, sie doch noch ausfindig zu machen, erwähne ich jetzt lieber nicht mehr, glaubt mir, es war kein schöner Anblick.

Eine weitere Theorie: Vielleicht beherrschte sie ja Teleportation und wird der Star in der übernächsten Folge des Herrn Geller.

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