Diese Frage ging mir durch den Kopf, als ich gestern nach Feierabend unseren Flur betrat.
Wir haben auf der Kommode im Flur unsere Weihnachtskrippe stehen. Ein Holzstall mit Maria die das Jesuskind im Arm hält, Josef mit Hirtenstab, die drei Weisen aus dem Morgenland, ein Kamel, kein Esel (der fehlt leider noch) und ….
Tja, und Oma Wolle!
Sie reihte sich hinter den drei Königen ein und wartete offensichtlich darauf das Christkind zu sehen. Aus dem Stall war ein schummriger Lichtschein wahrzunehmen und es sollte offensichtlich noch dauern, bis sie dran war. Was macht also eine erfahrene Großmutter? Natürlich etwas Nützliches. Die Zeit ist ja viel zu schade, als sie nur mit Warten zu verbringen. Sie setzte sich also gemütlich hin und fing an zu stricken. Es soll ja nachts auch ganz schön kalt werden und so ein Neugeborenes friert bestimmt leicht.
Es war für mich nicht zu erkennen, ob es ein Body, ein Jäckchen oder nur ein Schal werden würde, aber ich bildete mir ein, das klackern der Stricknadeln hören zu können.
Eigentlich ein schöner Gedanke. Das sitzt also Oma Wolle und wartet aufs Christkind. Naja, zumindest darauf es einmal sehen zu können. Nein, sie drängelt sich nicht vor, oder bittet darum vorgelassen zu werden, Nein, sie setzt sich hin und strickt. Das strahlt so eine gewisse Art der Ruhe und Besinnlichkeit aus, die wunderbar in die Vorweihnachtszeit passt.
Danke mein Sohn, du bist wirklich sehr kreativ
Schööön.. Das mit dem Fabulieren hast Du auf jeden Fall noch nicht verlernt *lach*
Eine schöne Geschichte… und ein schöner Gedanke, dass sich jemand um das arme Jesuskind kümmert